Wo kann mein Kompostmöbel stehen?

Wenn Du einen hubus.quer bei uns erwor­ben hast, dann emp­feh­len wir Dir den .quer drau­ßen an einem wet­ter­ge­schütz­ten Stand­ort auf­zu­stel­len. Mit wet­ter­ge­schützt bezeich­nen wir Stand­or­te, die in jedem Fall son­nen­ge­schützt sind, ger­ne auch mit einer Front an der Haus­wand / Brand­wand ste­hend. Wenn die Außen­tem­pe­ra­tu­ren über 30°C stei­gen oder aber unter 5°C sin­ken wird es unge­müt­lich für Dei­ne Wür­mer und es wird Zeit einen alter­na­ti­ven Stand­ort für die kri­ti­sche Pha­se zu suchen. Du kannst Dei­nen .quer dann in die Woh­nung, in den Haus­flur oder in den Kel­ler stel­len. Wir emp­feh­len den Stand­ort mög­lichst so zu wäh­len, dass die Lauf­we­ge von der Küche nicht zu weit sind. Im mode­ra­ten Indoor-Kli­­ma kann der Kom­post ste­hen blei­ben bis die Wür­mer erneut Frisch­luft­tem­pe­ra­tu­ren ver­tra­gen.

Was kann ich gegen Fruchtfliegen im Kompost unternehmen?

Frucht­flie­gen las­sen sich im Som­mer schwer gänz­lich ver­mei­den. Sie wer­den ins­be­son­de­re über mat­schi­ges Obst in den Kom­post ein­ge­bracht, wo sie sich beson­ders gut ver­meh­ren, wenn das ein­ge­brach­te Obst nicht mit Sub­strat, Erde, Kaf­fee­satz oder Urge­steins­mehl abge­deckt wird. Die Flie­gen legen ihre Eier an der Ober­flä­che des mat­schi­gen Mate­ri­als ab, so dass sie sich im feuch­ten Kli­ma des Kom­posts beson­ders flink ent­wick­len kön­nen wenn die “Brut­stät­te” offen liegt.  Bei aku­tem Flie­gen­be­fall emp­feh­len wir das Mate­ri­al kom­plett ein­zu­gra­ben und abzu­de­cken sowie für eine Wei­le kein Obst mehr zu füt­tern. Man kann Obst­ab­fäl­le auch in einer Scha­le sam­meln und die­se für min­des­tens 24h in der Tief­kühl­tru­he zwi­schen­par­ken damit sämt­li­che Flie­gen­ei­er abster­ben. Für die anschlie­ßen­de Ein­brin­gung in den Kom­post ist es hilf­reich eine Rin­ne zu gra­ben, in die das Mate­ri­al gege­ben wird, um es dann mit Sub­strat zuzu­de­cken.

Ein wei­te­res hilf­rei­ches Tool für die Bekämp­fung ist eine Essig-Fal­­le, die am bes­ten in der Wurm­kis­te hängt. Das Loch­blech eig­net sich dafür her­vor­ra­gend. Eine pas­sen­de Flie­gen­fal­le ist im Nu aus einer alten Sham­­poo-Fla­­sche gebas­telt, die durch das Umbie­gen der Lasche direkt über das Loch­blech gehängt wer­den kann.

Wann ist der Wurmhumus reif für die Ernte?

Es gibt zwei ein­fa­che Metho­den, um raus­zu­fin­den, ob der Humus bereits geern­tet wer­den kann.

#1 Die ein­fachs­te und relax­te Metho­de sieht vor etwas Humus in ein geschlos­se­nes Schraub­glas zu fül­len und für 10 Tage luft­dicht dar­in zu ver­wah­ren. Öff­net man nach die­ser Zeit­span­ne das Glas und es  “müf­felt”, dann sind anae­ro­be Abbau­pro­zes­se erfolgt, die uns dar­auf hin­wei­sen, dass der Umbau des Aus­gangs­ma­te­ri­als in Wurm­hu­mus noch nicht abge­schlos­sen ist.

#2 Die ande­re Test-Vari­an­­te erfolgt indem man den soge­nann­ten Kres­se­test macht. Dazu ent­nimmt man etwas Humus, ver­teilt ihn gleich­mä­ßig in einer klei­nen Scha­le und streut Kres­se­sa­men dar­auf. Dann befeuch­tet ihr die Scha­le jeden Tag für die Dau­er von 4–5 Tagen. Ist die Kres­se nach die­sem Zeit­raum gleich­mä­ßig und grün auf­ge­wach­sen ist der Humus ern­te­reif. Weist die Scha­le nur par­ti­ell gekeim­te Kres­se­sa­men auf bzw. hat die Kres­se einen bräun­li­chen Farb­ton ist sie noch nicht als Blu­men­dün­ger nutz­bar.

Entsteht bei der Kompostierung kein unangenehmer Geruch?

Ein gepfleg­ter Wurm­kom­post stinkt nicht. In direk­ter Umge­bung des Kom­post­mö­bels riecht es bes­ten­falls nach feuch­ter Erde bzw. Wald­bo­den. Die­ser erstaun­li­che Fakt erklärt sich dar­über, dass die hohe Dich­te an zer­set­zen­den Tier­chen im Kom­post eine schnel­le Umwand­lung des Mate­ri­als bedin­gen. Zudem sor­gen sie durch ihre gra­ben­de und wüh­len­de Tätig­keit eine gute Belüf­tung des Bio­ab­falls mit Sauer­stoff, so dass sie typi­schen Gam­mel­ge­rü­che der Bio­ton­ne nicht ent­ste­hen.

Soll­te der Inhalt des Kom­post­mö­bels uner­war­te­ter­wei­se doch unan­ge­nehm rie­chen, dann ist das ein Hin­weis, dass der Wurm­hal­ter aktiv wer­den muss. Grün­de für den Geruch könn­ten sein, dass die Abfall­men­ge zu groß für die gehal­te­ne Wurm­po­pu­la­ti­on ist (Anzei­chen: Schim­mel) und/oder, dass das Mate­ri­al im Kom­post zu feucht ist. Durch letz­te­res ent­ste­hen Stel­len ohne Sauer­stoff, die dazu füh­ren, dass anae­ro­be Bak­te­ri­en die Abbau­pro­zes­se über­neh­men (Fäul­nis) und der Geruch weni­ger ange­nehm ist.