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FAQ

Eure Fragen — Unsere Antworten

Startphase

Wie viel Zeit kostet mich die Wurmkompostierung?

Die Fra­ge ist abso­lut sinn­voll, denn nie­mand soll­te sich ein Öko­sys­tem mit Tie­ren anschaf­fen, der nicht in der Lage ist sich aus­rei­chend dar­um zu küm­mern. Tat­säch­lich ist es so, dass ein Wurm­kom­post unter der Woche einen sehr gerin­gen Pfle­ge­auf­wand hat. Ein wöchent­li­cher Auf­wand von maxi­mal 15 Minu­ten beschreibt die “nor­ma­le” Pfle­ge­zeit zutref­fend. Die “nor­ma­le” Pfle­ge umfasst das Sam­meln und Zer­klei­nern des Küchen­ab­falls sowie die Zuga­be der Bio­ab­fäl­le zusam­men mit zer­klei­ner­ter Pap­pe in den Kom­post. Die beschrie­be­nen Hand­grif­fe kön­nen täg­lich oder aber alle 2–3 Tage erfol­gen, indem zuvor gesam­melt wird (unse­re Emp­feh­lung). Wenn man das gesam­mel­te Kom­post­gut zu den Wür­mern gibt, gehört noch ein prü­fen­der Blick dazu, der abschätzt, ob das Sub­strat feucht genug ist, so dass gege­be­nen­falls mit einer Sprüh­fla­sche nach­ge­feuch­tet wer­den kann. Alle zwei Wochen wird das Fut­ter mit einer Mine­ral­mi­schung gemein­sam ver­ab­reicht. Alle 2–3 Wochen lohnt sich bei der Wurm-Füt­­te­­rung ein Blick in die Wur­m­­tee-Wan­­ne, ob sich bereits Sicker­was­ser ange­sam­melt hat. Ist dies der Fall kann die­ses umge­füllt und ver­dünnt wer­den, um als flüs­si­ges Pflan­zen­fut­ter ver­teilt zu wer­den. Die­se Tätig­kei­ten beschrei­ben die Pfle­ge einer Wurm­kis­te für ca. 50 Wochen im Jahr.

Hin­zu kom­men dann noch die Ern­­te-Momen­­te, die natür­lich etwas mehr Zeit in Anspruch neh­men. Da sie aber ein abso­lu­tes High­light im Pro­zess der Wurm­kom­pos­tie­rung dar­stel­len, kön­nen sie kaum als “läs­tig” beschrie­ben wer­den. Die Humus-Ern­­te umfasst das Aus­lee­ren einer Kom­post­kam­mer mit einer Schau­fel. Da in einem Mehr­kam­mer­sys­tem kaum noch Wür­mer im rei­fen Wurm­hu­mus zu fin­den sind, dau­ert die­se Tätig­keit in etwa 20 Minu­ten. Der Kom­post muss anschlie­ßend nicht gerei­nigt wer­den, so dass mit der Ern­te die “auf­wän­digs­te” Arbeit mit dem Kom­post beschrie­ben ist.

Wie lange hält das Holz des hubus.quer der Verwitterung stand?

Unser Wurm­kom­pos­ter hubus.quer hat eine lan­ge Ent­wick­lungs­zeit hin­ter sich. Und das nicht ohne Grund. Eine wesent­li­che Kom­po­nen­te, die in den ers­ten bei­den Pro­toy­pen nicht funk­tio­niert hat, war die Holz­art. Nach eini­gem Pro­bie­ren, Recher­chie­ren, Tüf­teln und Ver­bes­sern haben wir uns für eine Drei­schicht­plat­te aus öster­rei­chi­schem Lär­chen­holz ent­schie­den. Die Lär­che ist in unse­ren Brei­ten das Holz ers­ter Wahl für Kon­struk­tio­nen im bewit­ter­ten Außen­raum (v.a. Gar­­ten- und Land­schafts­bau). Der Grund für ihre Lang­le­big­keit liegt dar­in, dass sie ein poren­lo­ses Holz ist, das den ver­wit­te­rungs­re­le­van­ten Pil­zen kein “Fut­ter” bie­tet. Sie ist also von Natur aus wider­stands­fä­hig und bie­tet eine hohe Resis­tenz gegen den bio­lo­gi­schen Alte­runsg­pro­zess. Typisch für Lär­chen­holz ist eine “Ver­sil­be­rung” mit dem Alter, die bei unse­ren Wurm­kom­pos­tern aber zeit­ver­zö­gert eintritt.

Der Grund dafür ist ver­mut­lich die was­ser­fes­te Ver­lei­mung der drei Holz­schich­ten, aus denen das Plat­ten­ma­te­ri­al unse­res Kom­posts gefer­tigt wird. Wir nut­zen die­ses Mate­ri­al für den Kor­pus, weil es sich unter Ein­wir­kung von Feuch­tig­keit nicht ver­zieht. Das bedeu­tet, dass sich ein Kor­pus aus Voll­holz  — anstel­le von Drei­schicht­plat­te — nach innen oder außen wölbt. Dies ist eine nor­ma­le Reak­ti­on bei Voll­holz, da die­ses mit der Faser­rich­tung des Holz arbei­tet. Genau die­se Ver­for­mung des Kom­post­mö­bels ver­hin­dern wir durch die Nut­zung des Plat­ten­ma­te­ri­als, das übri­gens auch Nach­hal­ti­ger Forst­wirt­schaft stammt (PEFC-zer­­ti­­fi­­ziert). Durch den Schicht­auf­bau des Mate­ri­als sind die Fasern mehr­fach unter­bro­chen und es kön­nen kei­ne Ver­wer­fun­gen stattfinden.

Der zusätz­li­che Bear­bei­tungs­pro­zess des Lär­chen­hol­zes hebt den Preis die­ses Mate­ri­als natür­lich deut­lich an, aller­dings kön­nen wir durch die Ver­wen­dung sicher­stel­len, dass sowohl die Lang­le­big­keit des Holz als auch die Form­ge­bung des Kom­post­mö­bels gege­ben ist. Da unser eige­ner Test zur Lebens­dau­er des Kom­post­mö­bels erst seit guten 3 Jah­ren läuft, müs­sen wir zur Abschät­zung auf Erfah­run­gen Drit­ter zugrei­fen. Da Lär­chen­holz aber seit vie­len Jah­ren für sowohl für den Bau von Hoch­bee­ten als auch für Haus­fas­sa­den genutzt wird, gehen wir davon aus, dass unser Kom­post­mö­bel eine Lebens­dau­er von min­des­tens 8 Jah­ren erreicht. Eine Behand­lung des Holz mit einem natür­li­chen Öl ist nicht notwendig.

Wo kann mein Kompostmöbel stehen?

Wenn du einen hubus.quer bei uns erwor­ben hast, emp­feh­len wir dir den .quer — inso­fern er drau­ßen ste­hen soll — an einem wet­ter­ge­schütz­ten Stand­ort auf­zu­stel­len. Der DIY hubus ist in sei­ner Stan­­dard-Aus­­­füh­­rung für den Innen­be­reich aus­ge­legt. Mit Anpas­sun­gen — wie Behand­lung des Hol­zes und der Kufen — aber auch im geschütz­ten Außen­be­reich einsetzbar.

Mit wet­ter­ge­schützt mei­nen wir Stand­or­te, die in jedem Fall son­nen­ge­schützt sind. Pri­ma ist auch eine Posi­ti­on, in der das Möbel mit einer Front an der Haus­wand steht. Wenn die Außen­tem­pe­ra­tu­ren über 35°C stei­gen oder aber unter 5°C sin­ken, wird es unge­müt­lich für dei­ne Wür­mer und es wird Zeit einen alter­na­ti­ven Stand­ort für die kri­ti­sche Pha­se zu suchen oder ande­re Maß­nah­men zu ergrei­fen (sie­he unter Wie kann ich die käl­te­re Jah­res­zeit für mei­ne Wür­mer erträg­lich machen?”). Geeig­ne­te Stand­or­te für sehr hei­ße oder sehr kal­te Wit­te­rungs­pha­sen sind z.B. dei­ne Woh­nung oder der Win­ter­gar­ten, der Haus­flur, die Gara­ge oder der Kel­ler. Im mode­ra­ten Indoor-Kli­­ma kann der Kom­post ste­hen blei­ben bis die Wür­mer erneut Frisch­luft­tem­pe­ra­tu­ren vertragen.

Tipp: für das Umset­zen des (gefüll­ten) Kom­post­mö­bels ist es äußerst prak­tisch die Gewin­de im Stahl­fuß für zwei Paar Rol­len zu nut­zen … so kannst du fle­xi­bel neue Stand­or­te aus­pro­bie­ren und musst nicht so schwer heben. 

Soll dein hubus.quer von vor­ne her­ein mit dir dei­ne Woh­nung tei­len, dann bist du ziem­lich frei in der Wahl des per­fek­ten Stand­orts. Zu ver­mei­den wäre ein­zig ein Stand­ort neben Wasch­ma­schi­ne oder Trock­ner (wegen der Vibra­tio­nen) und neben der Heizung. 

Zu welcher Jahreszeit starte ich am besten mit der Wurmkompostierung?

Die Ant­wort auf die­se Fra­ge ist vor allem stand­ort­ab­hän­gig. Wenn Du ganz­jäh­rig drau­ßen kom­pos­tie­ren möch­test, dann ist ein Start im Früh­jahr ide­al. Die Näch­te soll­ten frost­frei sein und die Tages­tem­pe­ra­tur bei min­des­tens 15°C lie­gen. Du kannst aber auch sehr gut im Som­mer star­ten. In die­ser Jah­res­zeit emp­feh­len wir Euch aber nicht die hei­ßes­ten Som­mer­ta­ge dafür zu nut­zen, und kei­nen Ter­min kurz vor einer län­ge­ren Feri­en­rei­se aus­zu­wäh­len. Der Herbst eig­net sich von den Tem­pe­ra­tu­ren auch gut, solan­ge es tags­über über 15 °C sind. Ist es küh­ler als 15°C kommt euer Sys­tem nicht so rich­tig in Schwung. Das Öko­sys­tem aus Wür­mern und – sehr wich­tig – vie­len ande­ren Mikro­or­ga­nis­men muss erst­mal wach­sen und sich ein­spie­len. Wenn die Tem­pe­ra­tu­ren für Popu­la­ti­ons­wachs­tum nicht för­der­lich sind, dann dau­ert das Gan­ze län­ger und Du wirst mög­li­cher­wei­se ent­täuscht über die gerin­ge­re „Leis­tung“ dei­nes Wur­m­öko­sys­tems sein. Grund­sätz­lich kommt es im Herbst dar­auf an das Kom­post­gut zügig anwach­sen zu las­sen, damit die Wür­mer einen Rück­zugs­ort fin­den sobald es küh­ler wird.

Wenn Du Dei­nen Kom­post aber auch drin­nen star­ten kannst (weil Du aus­rei­chend Platz hast), dann kannst Du jeder­zeit mit der Kom­pos­tie­rung los­le­gen. Für den spä­ten Herbst emp­feh­len wir den Start des hubus.quer eben­falls in mode­ra­ten Tem­pe­ra­tu­ren (Gara­ge, Trep­pen­haus, Müll­raum, Kel­ler, Woh­nungs­flur). Dann kann sich Dein Wurm­kom­post wun­der­bar über den Win­ter ein­spie­len, im Früh­jahr darf er schon gut gefüllt an die Frisch­luft wan­dern und zur Früh­jahrs­be­pflan­zung kannst Du die ers­te Humus­ern­te einfahren.

Mit wem wohnt der Kompostwurm zusammen in der Wurmkiste?

Wie die Fra­ge schon andeu­tet, gibt es viel mehr Orga­nis­men in einem Wurm­kom­post als der Name ver­mu­ten lässt. Du musst Dir dei­nen Wurm­kom­post als bun­te WG vor­stel­len. So wie die Auf­ga­ben in einer WG meis­tens auf ver­schie­ne Köp­fe ver­teilt sind, so läuft es auch in einem mun­te­ren Wur­m­öko­sys­tem. Hier sind lau­ter Spe­zia­lis­ten am Werk, und nach einer Start­pha­se von cir­ca 3 Mona­ten wer­den sich die­je­ni­gen Spe­zia­lis­ten am meis­ten ver­mehrt haben, die dein spe­zi­fi­sches Wurm­fut­ter am bes­ten ver­ar­bei­ten können.

Zu den Mit­be­woh­nern des Wurms gehö­ren ver­schie­de­ne sauer­stoff­lie­ben­de Pilz- und Bak­te­ri­en­stäm­me (natür­lich nur die Guten), Mil­ben, Spring­schwän­ze und Enchyt­rä­en (dün­ne, klei­ne wei­ße Wür­mer). Bei die­sen Spe­zi­es han­delt es sich um abso­lut nütz­li­che und not­wen­di­ge Mikro­or­ga­nis­men, die dei­nen Kom­post­wür­mern dabei hel­fen die Bio-Abfäl­­le sowie Papier und Pap­pe in Humus zu ver­wan­deln. Die meis­ten von Ihnen sind unver­zicht­bar und berei­ten dein Wurm­fut­ter über­haupt erst so auf, dass der zahn­lo­se Wurm es anschlie­ßend ver­zeh­ren kann. Die genann­ten Orga­nis­men sor­gen dafür die Ober­flä­che des Abfalls weich und mat­schig zu machen, die Zel­len dar­in auf­zu­kna­cken und ers­te Löcher in das Mate­ri­al zu fres­sen.  Es han­delt sich dabei um das per­fek­te Zusam­men­spiel der Natur bzw. um eine per­fekt ein­ge­spiel­te WG, wo jeder sei­nen Teil der Arbeit recht­zei­tig erle­digt, so dass sich alle in der Woh­nung wohl füh­len können.

Ent­spre­chend die­ser Logik erfolgt auch die Füt­te­rung und Pfle­ge dei­nes Wur­m­öko­sys­tems immer so, dass alle Orga­nis­men dar­in gut bedient sind Nur dann gedeiht dein Öko­sys­tem zu einer wirk­lich guten Kom­post­leis­tung heran.

Bei der Kompostierung

Was mache ich wenn der Wurmkomposter zu nass / zu trocken ist?

Das Fin­den und Hal­ten der rich­ti­gen Feuch­tig­keit im Kom­pos­ter ist nur zu Beginn etwas her­aus­for­dern­der. Nach spä­tes­tens 3 Mona­ten wirst Du die Situa­ti­on schnell visu­ell ein­schät­zen kön­nen bzw. die Anzei­ger für gro­ße Tro­cken­heit oder Über­sät­ti­gung mit Was­ser schnell erken­nen. Es lohnt sich also, am Anfang etwas genau­er zu schau­en und häu­fi­ger mal die #Faust­pro­be zu machen, um gege­be­nen­falls nach­zu­jus­tie­ren. Die #Faust­pro­be ist ein manu­el­ler Check des Was­ser­ge­halts, bei dem Du eine min­des­tens Ess­­l­öf­­fel-gro­­ße Men­ge wurm­frei­es Sub­strat auf Dei­ne Hand­flä­che nimmst und es dann mit den geschlos­se­nen Fin­gern zudrückst, um eine Rol­le dar­aus zu for­men. Dabei soll­ten nicht mehr als 1–2 Trop­fen Was­ser aus­tre­ten. Idea­ler­wei­se hast Du nach dem Öff­nen der Hand eine zusam­men­haf­ten­de wurst­för­mi­ge Rol­le in der Hand. Rinnt Dir statt­des­sen das Was­ser zwi­schen den Fin­gern durch, kannst Du zum Bin­den der über­schüs­si­gen Feuch­tig­keit tro­cke­ne Papier- bzw. Papp­strei­fen unter­men­gen, die außer­dem für Struk­tur (Luft) im Kom­post sor­gen. Ein Indi­ka­tor für zuviel Feuch­tig­keit ist häu­fig ein muf­fi­ger Geruch beim Öff­nen des Deckels oder Wen­den des Substrats. 

Fällt das Mate­ri­al nach Öff­nen der Hand aus­ein­an­der, ist es ein­deu­tig zu tro­cken. Abhil­fe: Zuvor ein­ge­weich­te und aus­ge­wrun­ge­ne Papier­schnip­sel hin­zu­fü­gen sowie mit einer Sprüh­fla­sche das Mate­ri­al befeuchten.

  1. Hand: per­fekt | 2. Hand: zu nass | 3. Hand: zu trocken

 

Eine Feuch­tig­keits­re­gu­lie­rung ist auch über die Fut­ter­wahl mög­lich: Gemü­se­scha­len sind zumeist tro­cken. Saf­ti­ge Obstres­te, Salat, Gur­ke und Toma­te wir­ken hin­ge­gen befeuchtend. 

Was mache ich in der Urlaubszeit mit meinem Kompost?

Sze­na­rio: Du ent­spannst im Urlaub und Dei­ne Wür­mer hun­gern im .quer?! Nein, das muss nicht sein! Bei einem Urlaub, der bis zu drei Wochen dau­ert, kannst Du Dei­nen Wür­mern vor­her eine nor­ma­le wöchent­li­che Por­ti­on Fut­ter plus eine extra-Por­­ti­on ange­feuch­te­tes Papier oder Pap­pe zu fres­sen geben. Auf die Fut­­ter-Papier-Mischung kannst Du zusätz­lich eine ange­feuch­te­te Hanf­mat­te auf­le­gen (hält die Feuch­tig­keit bes­ser im Sys­tem). Die­se Koh­len­stoff­quel­le ist eine pri­ma Fut­ter­re­ser­ve für Dei­ne Würmer.

Sor­ge für aus­rei­chend Feuch­tig­keit zum Zeit­punkt Dei­ner Abrei­se und für einen schat­ti­gen Stand­ort Dei­nes Kom­post­mö­bels und dann soll­tet ihr Euch nach den Feri­en wohl­be­hal­ten wiedersehen.

Soll­test Du aber eine Rei­se über 3 Wochen pla­nen, dann emp­feh­len wir einen Pfle­ge­be­such bei Dei­ner Wurm­kis­te im 2‑Wo­chen-Takt. Wenn Du die Kis­te vor Dei­nem Urlaub gut ver­sorgt hast, dann ist es aus­rei­chend wenn Freun­de, Fami­lie oder Nach­barn nach cir­ca zwei Wochen mit ein paar Tee­beu­teln, grü­nen Küchen­ab­fäl­len und Papp­schnip­seln vor­bei­schau­en. Eine Füt­te­rung mit die­sem Mate­ri­al und das Anfeuch­ten des Inhalts mit einem Bestäu­ber soll­te rei­chen, dass die Wür­mer Dei­ne Abwe­sen­heit gut über­ste­hen. Eine Hanf­mat­te kann zusätz­lich dafür sor­gen, dass das Mate­ri­al lang­fris­tig schön feucht bleibt.

Kann ich zu viele Würmer haben?

Eine abso­lut berech­tig­te Fra­ge, wenn man erfährt, dass sich die eige­ne Wurm­po­pu­la­ti­on alle 3  Mona­te ver­dop­peln kann. 
Ins­be­son­de­re am Anfang ist die Idee von “viel zu vie­len” Wür­mern inter­es­sant. Aber kei­ne Sor­ge: im All­ge­mei­nen regu­liert sich dei­ne Wurm­po­pu­la­ti­on von ganz allei­ne. Ent­schei­dend dafür ist die ange­bo­te­ne Men­ge an Fut­ter in Rela­ti­on zur Anzahl der Wür­mer sowie der ver­füg­ba­re Platz. Da bei­de Fak­to­ren im Lau­fe der Zeit immer knap­per wer­den, ist es nicht zu erwar­ten, dass die Wurm­po­pu­la­ti­on plötz­lich aus Dei­nem Kom­pos­ter her­aus quillt.

Abge­se­hen davon ist es aber kei­ne schlech­te Idee, die “Her­de” ein wenig aus­zu­dün­nen, beson­ders wenn dann mehr Platz für fri­sches Wurm­bett (Kar­ton, Pap­pe = immer sinn­voll) ist. Alter­na­tiv kannst Du ein neu­es Kom­post­sys­tem star­ten oder aber einen Teil der Popu­la­ti­on ver­schen­ken. Dank­ba­re Abneh­mer fin­den sich schnell über nebenan.de, Face­­book-Grup­­pen mit ein­schlä­gi­gen Inter­es­sen oder Ebay Klein­an­zei­gen.

Das Aus­set­zen bzw. Frei­las­sen von Kom­post­wür­mern in die Frei­heit ist in jedem Fall nicht zu emp­feh­len. Zumin­dest nicht in Gar­ten­er­de oder Rasen­flä­chen als Ziel­ort. Kom­post­wür­mer sind dar­auf spe­zia­li­siert in reich­lich orga­ni­scher Mate­rie zu leben, und die­se zu ver­zeh­ren. Von die­ser toten Orga­nik ist weder im Blu­men­beet noch auf der Rasen­flä­che aus­rei­chend vor­han­den. In einem gepfleg­ten (immer feuch­ten!) Kom­post­hau­fen kön­nen sie über­le­ben und dort das End­pro­dukt, die Kom­post­er­de, posi­tiv beein­flus­sen. Des­we­gen fin­den sich auch für die­se Wei­ter­ga­be ganz schnell begeis­ter­te Gärtner*Innen über die o.g. Platt­for­men. Viel­leicht bie­tet sogar jemand im Aus­tausch für dei­ne Wür­mer fri­sches Obst oder Gemü­se aus dem eige­nen Gar­ten an?!

Wie kann ich die kältere Jahreszeit für meine Würmer erträglich machen?

Wenn Dein Wurm­kom­pos­ter drau­ßen steht, wirst Du zu Beginn der küh­le­ren Jah­res­zeit fest­stel­len, dass sich der Umwand­lungs­pro­zess in Dei­nem Öko­sys­tem ver­lang­samt. Gefüt­ter­tes Mate­ri­al bleibt län­ger lie­gen und die Heiß­hun­ger­pha­se Dei­ner klei­nen Abfall­ver­wer­ter scheint been­det. Tat­säch­lich hat die­se “Ent­schleu­ni­gung” aber auch etwas Gutes: Wür­mer reagie­ren auf sin­ken­de Tem­pe­ra­tu­ren näm­lich mit einer erhöh­ten Ver­meh­rungs­ak­ti­vi­tät. Um die eige­ne Popu­la­ti­on für “bes­se­re Zei­ten” zu sichern, legen sie noch ein­mal ordent­lich Kokons ins Sub­strat. Die­se dür­fen dann im Früh­jahr schlüp­fen und die älte­re Wurm­ge­nera­ti­on bei der Kom­pos­tie­rung unterstützen. 

Natur hin oder her, natür­lich hast Du auch einen gewis­sen Ein­fluss auf den Pro­zess in Dei­nem Öko­sys­tem über die küh­le Jah­res­zeit. Du kannst ver­schie­de­ne Ent­schei­dun­gen tref­fen, die den Wür­mern hel­fen gut über den Win­ter zu kommen. 

Die Num­­mer-Sicher-Vari­an­­te für Dei­ne Wür­mer ist der Umzug in wär­me­re Tem­pe­ra­tu­ren. Dies ist v.a. für Wurm­kom­pos­ter mit wenig “Fül­lung” sinn­voll. Soll­test Du nicht die Mög­lich­keit haben den Wurm­kom­pos­ter in Dei­ne Wohn­räu­me zu holen, gibt es dafür viel­leicht die Chan­ce ihn an einen geschütz­ten Platz zu stel­len. Dazu eig­nen sich Stand­or­te wie ein Schup­pen, ein Kel­ler, ein Win­ter­gar­ten oder die Süd­wand eines Hau­ses. Beim Ver­bleib der Wür­mer im Frei­en macht es unbe­dingt Sinn gene­rier­tes Kom­post­gut im Sys­tem zu belas­sen bzw. den Hohl­raum im Kom­post mit däm­men­dem Füll­ma­te­ri­al wie Kokos­fa­ser, Papier­schnip­seln oder geknüll­tem Papier auf­zu­fül­len. Ein bis zwei Hanf­mat­ten auf dem Kom­post­gut sor­gen für einen gewis­sen Käl­te­schutz ohne dabei die Luft­zu­fuhr zu unter­bin­den. Eine Iso­lie­rung gegen die Käl­te ist dop­pelt sinn­voll, weil nicht nur der Tem­pe­ra­tur­ab­fall im Außen nach Innen “gepuf­fert” wird, son­dern auch die durch die Kom­pos­tie­rung im Inne­ren der Kis­te ent­ste­hen­de Wär­me im Sys­tem gehal­ten wird. Zusätz­lich kann der Kom­post mit einer Decke ein­ge­wi­ckelt wer­den. Aber Vor­sicht: ein wenig Luft soll­te noch an das Innen­le­ben gelan­gen kön­nen. Denk­bar wäre ein Wär­me­schutz, der ein­mal um den zen­tra­len Kor­pus gewi­ckelt wird, die Sei­ten­tei­le des Möbels aber frei­lässt (dann kann unter­halb des Deckels Sauer­stoff ins Sys­tem ein­tre­ten). Ein gro­ßer Schutz-Effe­k­­te wird dadurch erzeugt, dass die Käl­te vom Boden nicht zu sehr auf den Kom­post “abstrahlt”.

Wenn die Tem­pe­ra­tu­ren sehr nied­rig sind kannst Du den Kom­post durch die Aus­wahl sehr stick­stoff­rei­chen Fut­ters etwas erwär­men. Ein ein­fa­ches Mit­tel ist z.b. eine Mischung aus Kaf­fee­satz und Salat­blät­tern zu gene­rie­ren, die sich beim Rot­te­vor­gang erwärmt, und die­se mit­tig ins Sub­strat der Kis­te ein­zu­gra­ben. Eine Abde­ckung des Sub­strats mit einer Hanf­mat­te hält die Wär­me län­ger im Sub­strat.  Die­ses Vor­ge­hen ist beson­ders sinn­voll bevor du Dei­nen Wurm­kom­post zusätz­lich ein­packst (s.o.).

Für län­ge­re Zeit­räu­me mit stren­ger Käl­te besteht auch die Mög­lich­keit die Kis­te aktiv zu behei­zen. Dies ist mit einem Heiz­stab fürs Aqua­ri­um mög­lich, der bei einer Leis­tung von 25W mode­rat im Strom­ver­brauch ist. Ein sol­cher Heiz­stab, der ca. 10–15 € kos­tet, wird dann in ein Behält­nis mit Was­ser getaucht und in den Kom­post ein­ge­gra­ben. Der Heiz­stab erwärmt das Was­ser auto­ma­tisch auf einer zuvor fest­ge­leg­ten Tem­pe­ra­tur (ca. 25°C), so dass die Ober­flä­che der Fla­sche die­se Wär­me ins Sub­strat abgibt. Wich­tig ist dabei, dass regel­mä­ßig der Was­ser­stand in der Fla­sche und die Feuch­tig­keit des Sub­strats um die “Hei­zung” her­um gecheckt wird. Da für die­se Metho­de der Über­win­te­rung Strom ver­braucht wird, möch­ten wir Dich bit­ten zuerst zu che­cken, ob nicht doch eine ande­re kli­ma­freund­li­che­re Vari­an­te der Über­win­te­rung rea­li­siert wer­den kann. 

Darf man den Würmern nur Bio-Lebensmittel füttern?

Über den Ver­zehr von Bio-Lebens­­­mi­t­­tel freut sich nicht nur unser Kör­per, son­dern auch der Kör­per des Wurms. Nichts­des­to trotz kom­men Wür­mer auch mit Pes­ti­zid­rück­stän­den gut klar. Sie sind sogar in der Lage, die­se in ihrem Kör­per ein­zu­kap­seln, so dass sie für sich und die Umwelt (zunächst) unschäd­lich gemacht wer­den. Nach die­sem Prin­zip kön­nen Wür­mer also auch in einer Wurm­kis­te gut mit einem gewis­sen Maß an che­mi­schen Wirk­stof­fen klar­kom­men. Da es sich bei der Kom­pos­tie­rung aber gege­be­ner­ma­ßen um einen Kreis­lauf han­delt, wer­den die che­mi­schen Rück­stän­de (spä­tes­tens wenn der Wurm nicht mehr lebt) wie­der im Humus auf­tau­chen, der ja wie­der­um unse­re (ess­ba­ren) Pflan­zen düngt.

In die­sem Sin­ne emp­feh­len wir bio­lo­gi­sche Lebens­mit­tel – auch zuguns­ten der Wür­mer in unse­ren land­wirt­schaft­li­chen Böden.

Benötige ich zusätzliches Material um erfolgreich zu Kompostieren?

Da bei der Wurm­kom­pos­tie­rung ein natür­li­cher Pro­zess auf kleins­tem Raum abge­bil­det wird (ohne Aus­weich­mög­lich­keit für die Wümer), müs­sen wir beson­de­res Augen­merk auf die Lebens­be­din­gun­gen der Wür­mer rich­ten. Die Kom­pos­tie­rung ist natür­li­cher­wei­se ein Vor­gang, der zu leich­ter Ver­saue­rung führt. Da die­ser Effekt in unse­rem Kom­post auch ein­tritt, die Wür­mer aber nicht “wei­ter­wan­dern” kön­nen, soll­ten wir mit Kalk­ga­ben den pH-Wert im neu­tra­len bis leicht sau­ren (pH 7–6) Bereich hal­ten. Wir emp­feh­len euch die­se “Nah­rungs­mit­tel­er­gän­zung” im Hin­blick auf eine lang­fris­tig sta­bi­le Wurm­vi­ta­li­tät und gute Humus­qua­li­tät. Um dies zu gewähr­leis­ten kannst Du bei uns eine Mine­ral-Mischung kau­fen, von der Du am bes­ten alle zwei Wochen einen Ess­löf­fel in den Wurm­kom­post gibst. Die­ser Mix aus zahl­rei­chen Mine­ra­li­en plus einem extra Schuss Cal­ci­um­car­bo­nat (Kalk) stellt sicher, dass die Wür­mer kei­ne Man­gel­er­schei­nun­gen haben. Nor­ma­ler­wei­se wer­den die­se Mine­ra­li­en von der Natur bereit­ge­stellt. Die “Wurm­spei­sung” über unse­re Küchen­ab­fäl­le ent­hält die­se Mine­ra­li­en zumeist nicht in aus­rei­chen­der Menge.

Die Hanf­mat­te zur Abde­ckung des Sub­strats erfüllt meh­re­re Auf­ga­ben: sie erleich­tern den Wür­mern beim Ein­zug ein schnel­les Wohl­füh­len, da es unter der Mat­te feucht und dun­kel ist. Sie dient als Koh­len­stoff­quel­le und wird daher nach und nach ver­speist. Im Som­mer kann sie als Feuch­tig­keits­bar­rie­re funk­tio­nie­ren, so dass der Kom­post nicht zu schnell aus­trock­net. Im Früh­ling und Herbst ver­hin­dert sie ein schnel­les Aus­küh­len des Sub­strats bzw. der Wür­mer. Die Hanf­mat­te bie­tet also Vor­tei­le, gehört aber weni­ger zu den Must-Haves der Wurmkompostierung.

Entsteht bei der Kompostierung kein unangenehmer Geruch?

Ein gepfleg­ter Wurm­kom­post stinkt nicht. In direk­ter Umge­bung des Kom­post­mö­bels riecht es bes­ten­falls nach feuch­ter Erde bzw. Wald­bo­den. Die­ser erstaun­li­che Fakt erklärt sich dar­über, dass die hohe Dich­te an zer­set­zen­den Tier­chen im Kom­post eine schnel­le Umwand­lung des Mate­ri­als bedin­gen. Zudem sor­gen sie durch ihre gra­ben­de und wüh­len­de Tätig­keit für eine gute Belüf­tung des Bio­ab­falls mit Sauer­stoff, so dass die typi­schen Gam­mel­ge­rü­che der Bio­ton­ne nicht entstehen. 

Soll­te der Inhalt des Kom­post­mö­bels uner­war­te­ter­wei­se doch unan­ge­nehm rie­chen, dann ist das ein Hin­weis, dass Du aktiv wer­den musst. Grün­de für den Geruch könn­ten sein, dass die Abfall­men­ge zu groß für die gehal­te­ne Wurm­po­pu­la­ti­on ist (Anzei­chen: Schim­mel) und/oder, dass das Mate­ri­al im Kom­post zu feucht ist. Durch letz­te­res ent­ste­hen Stel­len ohne Sauer­stoff, die dazu füh­ren, dass anae­ro­be Bak­te­ri­en die Abbau­pro­zes­se über­neh­men (Fäul­nis) und der Geruch weni­ger ange­nehm ist.

Zur Pro­blem­lö­sung sie­he #Hil­fe, mein Kom­post müffelt

Was darf nicht in den Wurmkomposter?

Ein abso­lu­tes No-Go für die Wür­mer in Dei­nem Kom­post­mö­bel sind Fleisch, Fisch, Milch­pro­duk­te und natür­lich Che­mi­ka­li­en (wie z.B. in Hoch­glanz­pa­pier). Grund­sätz­lich mögen die Wür­mer kein tro­cke­nes Fut­ter und kein schwer ver­dau­li­ches Fut­ter. Zu schwer ver­dau­li­chem Fut­ter gehört z.B. die Scha­le von Zitrus­früch­ten sowie Avo­­ca­­do-Scha­­le (das Inne­re der Avo­ca­do lie­ben sie aber sehr). Ein wah­rer Graus ist den Wür­mern gesal­ze­nes und mari­nier­tes Fut­ter sowie gekoch­tes Essen (ins­be­son­de­re Wei­zen­pro­duk­te) — bit­te nicht in die Wurm­kis­te geben.

Bei sehr har­ter und tro­cke­ner Bio­mas­se wie bei­spiels­wei­se ein Sten­gel der Toma­ten­stau­de, braucht es sehr lan­ge bis die­se Mate­ria­li­en von Pil­zen, Spring­schwän­zen & Co. so auf­be­rei­tet sind, dass der Wurm sie „schlür­fen“ kann. Har­te Bio­mas­se wie Melo­nen­scha­le oder Toma­tens­ten­gel kön­nen aber trotz­dem in die Wurm­kis­te gege­ben wer­den – inso­fern es Dich nicht stört, dass Du sie im sonst rei­fen Wurm­hu­mus ziem­lich voll­stän­dig wie­der fin­dest. Sie die­nen als nütz­li­ches „Struk­tur­ma­te­ri­al“ im Kom­post dazu zusätz­li­che Luft­lö­cher zu schaf­fen, so dass das Sub­strat immer schön viel Sauer­stoff­kon­takt hat.

Kat­zen­streu und der Inhalt von Staub­sauger­beu­teln soll­ten kei­nes­falls in den Kom­post gege­ben werden.

Wie viel kann gefüttert werden?

Das hängt von der Men­ge der Wür­mer in Dei­nem Wur­m­öko­sys­tem ab und auch davon wie lan­ge Dein Sys­tem schon läuft. Sicher ist: anfäng­lich braucht Dein Wurm­kom­post eine Zeit sich auf sei­ne Höchst­leis­tung ein­zu­pen­deln. Das liegt dar­an, dass die Wür­mer sich in ihrer neu­en Umge­bung erst mal wohl­füh­len müs­sen, was wie­der­um von der „Mit­be­woh­ner­po­pu­la­ti­on“ im Kom­post abhängt. Da der Wurm in Abhän­gig­keit wei­te­rer Mikro­or­ga­nis­men wie Pil­zen und Bak­te­ri­en sowie Mil­ben und Spring­schwän­zen lebt bzw. frisst, muss zunächst das ihn umge­ben­de Kom­post­le­ben wach­sen. Um die­sen Pro­zess opti­mal zu unter­stüt­zen hilft es zu Beginn gute, beleb­te Gar­­ten- bzw. Wal­der­de oder auch halb­rei­fen Kom­post in den Wurm­kom­pos­ter zu geben.

Ist das Sys­tem dann schon ein wenig „gereift“, kannst Du die Fut­ter­men­ge anhand der Anzahl dei­ner Wür­mer annä­hernd berech­nen. Dazu musst Du die Anzahl Dei­ner Wür­mer mit 0,2 g (= das Gewicht eines Wurms von 0,4 g geteilt durch 2) mul­ti­pli­zie­ren. Durch die­se Rech­nung erhältst Du die mög­li­che Fress­leis­tung Dei­ner Wür­mer pro Tag, da ein Wurm in etwa die Hälf­te sei­nes eige­nen Kör­per­ge­wichts pro Tag frisst.

Bei­­spiel-Rech­­nung:  1000 Wür­mer x 0,2 g = 200 g Bio­ab­fall pro Tag

Bit­te nimm die­se Rech­nung als gute Annä­he­rung an die Fress­leis­tung dei­nes Wurm­sys­tems. Letz­ten Endes ist es aber ein leben­di­ges Sys­tem, das Du durch vor­sich­ti­ges Aus­pro­bie­ren, Beob­ach­ten und Anpas­sen ken­nen­ler­nen und ver­ste­hen lernst. Nach einer klei­nen Wei­le wirst Du Experte/In für Dein eige­nes Kom­post­sys­tem sein und wirst intui­tiv die Fut­ter­men­ge bestim­men können.

Ernte & Produkte

Was ist der Unterschied zwischen Sickerwasser und Wurmtee?

Im deutsch­spra­chi­gen Raum wird häu­fig der Begriff Wurm­tee für das Sicker­was­ser eines Wurm­kom­pos­ters benutzt. Dies ist nicht ganz kor­rekt und auch wir muss­ten erst ler­nen, dass es hier einen kla­ren Unter­schied gibt. Hier erläu­tern wir dir den Unterschied:

Unter Sicker­was­ser ver­steht man die in einem Wurm­kom­pos­ter durch Zer­set­zung des Bio­ab­falls frei­wer­den­de Flüs­sig­keit, die in man­chen Sys­te­men in der unters­ten Ebe­ne oder in einer Auf­fang­wan­ne gesam­melt wird. Die­se über­schüs­si­ge Flüs­sig­keit kann von sehr unter­schied­li­cher Qua­li­tät sein. Wenn der Wurm­kom­pos­ter schon län­ger in Betrieb ist und sich im Inne­ren bereits eine beacht­li­che Men­ge Wurm­hu­mus gesam­melt hat, ist anzu­neh­men, dass das Sicker­was­ser jede Men­ge Humin­säu­ren und aus­ge­schwemm­te Nähr­stof­fe ent­hält. Ist der Wurm­kom­pos­ter aber erst frisch in Betrieb, kann es sein, dass die Flüs­sig­keit aus über­wie­gend unrei­fen Rot­tes­äf­ten besteht und von gerin­ger Qua­li­tät ist. Ein guter Indi­ka­tor für die Qua­li­tät ist der Geruch. Riecht das Sicker­was­ser mod­rig, dann ver­wen­de es nur sehr stark ver­dünnt und gie­ße damit nicht dein Gemü­se und dei­ne Kräu­ter. Am ehes­ten eig­net sich die­se zumeist sauer­stoff­ar­me Flüs­sig­keit zum Gie­ßen von Böden, die ein brei­tes mikro­biel­les Spek­trum haben.

Der Begriff  Wurm­tee bezeich­net einen hoch­wer­ti­gen flüs­si­gen Dün­ger, der gewon­nen wird indem man rei­fen Wurm­hu­mus in Was­ser löst und über einen län­ge­ren Zeit­raum bei einer sta­bi­len Tem­pe­ra­tur mit Sauer­stoff anrei­chert. Auf die­se Wei­se kön­nen sich die im Wurm­hu­mus befind­li­chen aero­ben und nütz­li­chen Mikro­or­ga­nis­men stark ver­meh­ren und das Was­ser anrei­chern. Dadurch ent­steht eine hoch­gra­dig mikro­biell akti­ve Lösung, die für Böden und Pflan­zen eine näh­ren­de und stär­ken­de Wir­kung hat. Wurm­tee riecht gut und ist ein hoch­wer­ti­ger Flüs­sig­dün­ger über den sich jede Pflan­ze freut. Du kannst also aus dei­nem rei­fen Wurm­hu­mus zuhau­se selbst Wurm­tee her­stel­len, der alle dei­ne Pflan­zen ide­al ver­sorgt. Das Sicker­was­ser darfst du ver­dünnt dem Rasen oder der Hecke vor dei­ner Woh­nung schen­ken. Dort wer­den die sauer­stoff­lie­ben­den Orga­nis­men ihn zu „hoch­wer­ti­ge­rem“ Mate­ri­al umwandeln.

Was genau ist Wurmhumus eigentlich?

Wurm­hu­mus ist die schö­ne Bezeich­nung für die Losung des Wurms!? Ja, es han­delt sich hier um die “Wurm­ka­cki”, die jedem Gärt­ner glän­zen­de Augen vor Freu­de schenkt. Regen­wür­mer bzw. der Kom­post­wurm sind dem Gärt­ner sehr will­kom­men, weil sie nicht nur den Boden belüf­ten, son­dern zusätz­lich mit ihrer Losung den Boden mit Nähr­stof­fen anrei­chern. Ihre Aus­schei­dun­gen stel­len Bio­dün­ger höchs­ter Qua­li­tät dar. Der Preis für Wurm­hu­mus – auch schwar­zes Gold genannt – bil­det die­se Qua­li­tät ab.

Die beson­de­re Qua­li­tät des Wurm­hu­mus besteht dar­in, dass in den klei­nen dun­kel­brau­nen Krü­mel die beson­ders hohe Kon­zen­tra­ti­on an Nähr­stof­fen “leben­dig ver­baut” ist. Im sehr lan­gen Ver­dau­ungs­trakt des Wurms sind zahl­rei­che Bak­te­ri­en, Pro­to­zo­en, Pil­ze und Nema­to­den am Auf­bau, respek­ti­ve der “Ver­kle­bung” der Wur­m­hu­­mus-Krü­­mel betei­ligt.  Die­se sta­bi­len Krü­mel sind reich an posi­ti­ven Enzy­men und Bak­te­ri­en (Boden­le­ben) und stel­len einen natür­li­chen Boden­ver­bes­se­rer dar.

Setzt man Wurm­hu­mus zur Dün­gung ein, so ste­hen der Pflan­ze die hohen Nähr­stoff­an­tei­le sofort zur Ver­fü­gung. Die Pflan­zen wer­den durch Wurm­hu­mus geschützt und die Pflan­zen­haut gestärkt. Durch die Ent­wick­lung einer dicke­ren Außen­haut haben Läu­se und ande­re sau­gen­de Schäd­lin­ge schlech­tes Spiel. Wurm­hu­mus hat die Eigen­schaft beson­ders gut Was­ser spei­chern zu kön­nen und bei Bedarf an die Pflan­ze abzu­ge­ben. Die Struk­tur des Bodens wird durch die­sen Dün­ger ver­bes­sert, da er wie eine Imp­fung mit Boden­le­ben und Boten­stof­fen (die das Boden­le­ben näh­ren) wirkt.

Wurm­hu­mus erhält aber nicht nur die Frucht­bar­keit eines gesun­den Bodens, son­dern hilft uns (Städ­tern) dabei die Nähr­stof­fe aus unse­rem Bio­ab­fall wie­der in den Nähr­stoff­kreis­lauf ein­zu­brin­gen. Wäh­rend wir mit­hil­fe der Wurm­kom­pos­tie­rung weni­ger Abfall “ent­sor­gen” las­sen müs­sen, schaf­fen wir uns einen eige­nen Kreis­lauf, der uns wert­vol­len Wurm­hu­mus schenkt.

Wann ist der Wurmhumus reif für die Ernte?

Es gibt zwei ein­fa­che Metho­den, um raus­zu­fin­den, ob der Humus bereits geern­tet wer­den kann. 

#1 Die ein­fachs­te und relax­te Metho­de sieht vor etwas Humus in ein geschlos­se­nes Schraub­glas zu fül­len und für 10 Tage luft­dicht dar­in zu ver­wah­ren. Öff­net man nach die­ser Zeit­span­ne das Glas und es  “müf­felt”, dann sind anae­ro­be Abbau­pro­zes­se erfolgt, die uns dar­auf hin­wei­sen, dass der Umbau des Aus­gangs­ma­te­ri­als in Wurm­hu­mus noch nicht abge­schlos­sen ist. 

#2 Die ande­re Test-Vari­an­­te erfolgt indem man den soge­nann­ten Kres­se­test macht. Dazu ent­nimmst Du etwas Humus, ver­teilst ihn gleich­mä­ßig in einer klei­nen Scha­le und streust Kres­se­sa­men dar­auf. Dann befeuch­test Du die Scha­le jeden Tag für die Dau­er von 4–5 Tagen. Ist die Kres­se nach die­sem Zeit­raum gleich­mä­ßig und grün auf­ge­wach­sen, ist der Humus ern­te­reif. Weist die Scha­le nur par­ti­ell gekeim­te Kres­se­sa­men auf bzw. hat die Kres­se einen bräun­li­chen Farb­ton ist sie noch nicht als Blu­men­dün­ger nutzbar.

Wie lagert man fertigen Wurmhumus am besten?

Was für eine Freu­de, wenn es end­lich so weit ist, dass Dei­ne Abfäl­le zu einem super Bio-Dün­­ger her­an­ge­reift sind. Glück­wunsch! Mög­li­cher­wei­se ist die Anzahl Dei­ner zu dün­gen­den Pflan­zen aber gar nicht so groß und Du fragst Dich nun, wie Du dafür sorgst, dass das “schwar­ze Gold” auch best­mög­lich gela­gert wird. Logi­scher­wei­se soll die magi­sche Kraft des Wurm­hu­mus mög­lichst lan­ge erhal­ten blei­ben — für eine sinn­vol­le Por­tio­nie­rung der Ein­hei­ten. Kein Problem!

Berück­sich­ti­ge bei der Wahl dei­ner Lage­rungs­form am bes­ten fol­gen­den Aspekt: Wurm­hu­mus ist ein leben­di­ger Stoff, kei­ne tote Mate­rie. Das bedeu­tet: Schüt­ze ihn vor UV-Licht und Aus­trock­nung, lage­re ihn in mode­ra­ten Tem­pe­ra­tu­ren, gön­ne ihm Sauer­stoff und für eine lan­ge Lebens­dau­er der Mikro­or­ga­nis­men (MOs) im Humus sorgst Du für etwas koh­len­stoff­hal­ti­ges “Fut­ter”. Du kannst dei­nen gela­ger­ten Humus z. B. mit Laub abde­cken, sodass die MOs lan­ge glück­lich sind und die hohe Qua­li­tät des Wurm­hu­mus auf­recht erhal­ten. Grund­sätz­lich ist es aber sinn­voll, den Wurm­hu­mus nicht über ein Jahr zu lagern. Dabei wür­de er dann doch etwas an sei­ner Qua­li­tät einbüßen.

Herausforderungen

Hilfe, mein Kompost müffelt.

Soll­test Du beim Öff­nen Dei­nes Kom­post­mö­bels oder beim Ein­ar­bei­ten Dei­nes Fut­ters in das Sub­strat einen müf­fe­li­gen Geruch wahr­neh­men, dann ist es Zeit ein paar Minu­ten Pfle­ge in Dein Wurm­ha­bi­tat zu investieren.

Grün­de für das Ent­ste­hen die­ses Geruchs kön­nen ein Über­maß an (schim­meln­dem) Fut­ter oder ein Über­maß an Feuch­tig­keit sein (Link: Ent­steht bei der Kom­pos­tie­rung kein unan­ge­neh­mer Geruch?).

Als Sofort­maß­nah­me emp­feh­len wir eine Ent­nah­me des fau­len­den Fut­ters und zusätz­lich die Ein­ar­bei­tung von “Struk­tur­ma­te­ri­al”. Das Ziel ist es das Sys­tem durch mehr “Struk­tur” wie­der stär­ker zu belüf­ten, so dass die anae­ro­ben Bak­te­ri­en durch die sauer­stoff­lie­ben­den (und geruchs­neu­tra­len) Bak­te­ri­en ersetzt wer­den kön­nen. Als Struk­tur­ma­te­ri­al kann Dir tro­cke­ne Pap­pe und Papier die­nen, es kön­nen aber auch Eier­scha­len, klei­ne Stö­cker, Avo­ca­dost­ei­ne oder Nuss­scha­len (kei­ne Wal­nüs­se!) sein. Eier­scha­len, Ker­ne und Nuss­scha­len zer­set­zen sich zwar nicht, haben dafür aber den Vor­teil, dass sie dem Sub­strat lang­fris­tig mehr Belüf­tung ver­schaf­fen. Wenn Du aber mühe­los “rei­nen” und krü­me­li­gen Wurm­dün­ger ohne zu Sie­ben ern­ten möch­test,  dann emp­feh­len wir Dir nur Papier und Pap­pe zu nutzen.

Das gewähl­te Mate­ri­al hebst Du nun gleich­mä­ßig unter den Wurm­kom­post, um die­sen auf­zu­lo­ckern und Sauer­stoff ins Sub­strat zu bringen.

Ein wei­te­res Hilfs­mit­tel, um schnell und effek­tiv über­schüs­si­ge Feuch­tig­keit zu bin­den und unan­ge­neh­me Gerü­che zu bekämp­fen ist die Zuga­be von ein paar Ess­löf­feln Mine­ral-Mischung oder Bio­koh­le (bei­des sehr gut für die Qua­li­tät des Wurm­hu­mus). Soll­test Du die Mög­lich­keit haben an Säge­spä­ne von unbe­han­del­tem (!) Holz zu gelan­gen, bie­tet sich die­ses Mate­ri­al eben­falls an, um Dei­nen Kom­post wie­der ins Gleich­ge­wicht zu bringen.

Hilfe, meine Würmer sind ganz träge.

Wenn Dei­ne Wür­mer kei­ne schnel­le Flucht­re­ak­ti­on bei Licht­ein­fall zei­gen oder sich ball­för­mig zusam­men­knäu­eln dann sind ihre Lebens­be­din­gun­gen zur Zeit nicht opti­mal. Als ers­tes macht es Sinn die Luft­tem­pe­ra­tur zu che­cken. Liegt sie unter 10°C  oder über 30°C , dann kann dies der Grund für eine ent­schleu­nig­te Bewe­gung der Wür­mer sein. Am bes­ten ver­frach­test Du Dei­nen Wurm­kom­pos­ter an einen Ort mit mode­ra­te­ren Tem­pe­ra­tu­ren. Nun soll­test Du beob­ach­ten kön­nen wie sich Dei­ne Wür­mer revitalisieren.

Liegt der Grund nicht an der Tem­pe­ra­tur, dann ist es wahr­schein­lich, dass sie unter Man­gel­er­schei­nun­gen lei­den. Prü­fe, ob Du Dei­nen Wür­mern aus­rei­chend Koh­len­stoff (Papier, Pap­pe, Eier­kar­tons) ins Fut­ter gemischt hast. Wenn Du zur Schluss­fol­ge­rung kommst, dass es zu wenig Koh­len­stoff war, dann kannst Du jetzt durch die Zuga­be von ange­feuch­te­tem und mög­lichst klein­ge­schnit­te­nem Mate­ri­al den Wür­mern schnel­le Ener­gie zur Ver­fü­gung stel­len. Sehr schnell ver­speist wer­den auch feuch­te Kokos­fa­sern, feuch­te Hanf­mat­te und feuch­te Papp­strei­fen aus Verpackungsmaterial.

Um sicher zu gehen, dass der pH-Wert des Kom­post­ma­te­ri­als nicht zu sau­er ist und die Wür­mer aus­rei­chend mit Mine­ral­stof­fen ver­sorgt sind, kannst Du zur Vita­li­täts­stei­ge­rung Dei­ner Wür­mer auch 5 Ess­löf­fel Mine­ral-Mischung unter den Kom­post heben.

Hilfe, meine Würmer versuchen abzuhauen

Wenn Du beob­ach­test, dass Dei­ne Wür­mer Flucht­ver­su­che unter­neh­men, dann bedeu­tet das, dass sie in ihrem Sys­tem unter Stress lei­den. Che­cke bit­te die fol­gen­den Parameter:

#Tem­pe­ra­tur #Feuch­tig­keit #Fut­ter­men­ge #Fut­ter­art

Nach dem Star­ten Dei­nes Wurm-Öko­­­sys­­tems ist es aller­dings nicht unüb­lich, dass die Wurm­po­pu­la­ti­on zunächst ihre neue Behau­sung genau­er unter die Lupe nimmt und dabei jede Rit­ze und jeden Spalt erkun­det. Dies geschieht ins­be­son­de­re im Dun­keln und dau­ert bis zu drei Wochen an. Um die anfäng­li­che Unru­he im Kom­post­mö­bel zu besänf­ti­gen hilft es eine Hanf­mat­te auf das Sub­strat zu geben. Kom­post­wür­mer lie­ben Hanf­mat­ten als Rück­zugs­ort und als Nah­rungs­quel­le. Durch das Ange­bot die­ses attrak­ti­ven Mate­ri­als wer­den sich die Wür­mer zeit­nah in, auf oder unter der Hanf­mat­te befin­den. Durch das Ver­zeh­ren die­ses Mate­ri­als wird der Wurm­hu­mus übri­gens wun­der­bar krü­me­lig und körnig.

Was kann ich gegen Fruchtfliegen im Kompost unternehmen?

Frucht­flie­gen las­sen sich im Som­mer schwer gänz­lich ver­mei­den. Sie wer­den ins­be­son­de­re über mat­schi­ges Obst in den Kom­post ein­ge­bracht, wo sie sich beson­ders gut ver­meh­ren, wenn das ein­ge­brach­te Obst nicht mit Sub­strat, Erde, Kaf­fee­satz oder Mine­ral-Mischung abge­deckt wird. Die Flie­gen legen ihre Eier an der Ober­flä­che des mat­schi­gen Mate­ri­als ab, so dass sie sich im feuch­ten Kli­ma des Kom­posts beson­ders flink ent­wick­len kön­nen wenn die “Brut­stät­te” offen liegt.  Bei aku­tem Flie­gen­be­fall emp­feh­len wir das Mate­ri­al kom­plett ein­zu­gra­ben und abzu­de­cken sowie für eine Wei­le kein Obst mehr zu füt­tern. Man kann Obst­ab­fäl­le auch in einer Scha­le sam­meln und die­se für min­des­tens 24h in der Tief­kühl­tru­he zwi­schen­par­ken damit sämt­li­che Flie­gen­ei­er abster­ben. Für die anschlie­ßen­de Ein­brin­gung in den Kom­post ist es hilf­reich eine Rin­ne zu gra­ben, in die das Mate­ri­al gege­ben wird, um es dann mit Sub­strat zuzudecken. 

Ein wei­te­res hilf­rei­ches Tool für die Bekämp­fung ist eine Essig-Fal­­le, die am bes­ten in der Wurm­kis­te hängt. Das Loch­blech eig­net sich dafür her­vor­ra­gend. Eine pas­sen­de Flie­gen­fal­le ist ganz ein­fach aus einer alten Sham­­poo-Fla­­sche gebas­telt, die durch das Umbie­gen der Lasche direkt über das Loch­blech gehängt wer­den kann.

Rezept für die Flie­gen­fal­le: Behäl­ter in etwa zu 1/8 mit Zucker befül­len und bis zu ¼  mit Frucht­es­sig auf­fül­len. Etwas lau­war­mes Was­ser (bis max. ½ Füll­hö­he) hin­zu­ge­ben und anschlie­ßend umrüh­ren. Nun einen Trop­fen Spül­mit­tel ins Was­ser geben – fertig!

Was kann ich gegen Ameisen in meinem Wurmkompost tun?

Vor­weg sei gesagt: Amei­sen sind kei­ne Gefahr für Dei­ne Wür­mer. Sie sind ledig­lich eine Fut­ter­kon­kur­renz und wegen der guten Nah­rung (sie lie­ben v.a. Obst) haben sie sich bei Dei­nen Wür­mern ein­quar­tiert. Amei­sen kannst Du auch als Anzei­chen für einen zu tro­cke­nen Kom­post anse­hen, wobei wir bei Maß­nah­me #1 wären: feuch­te dein Sub­strat an bis es eine idea­le Feuch­tig­keit (#Faust­pro­be, sie­he “Bei der Kom­pos­tie­rung”) erreicht hat. Hal­te das Sub­strat über einen län­ge­ren Zeit­raum schön feucht, ach­te dabei aber regel­mä­ßig auf die Füll­hö­he der Sicker­was­ser­wan­ne und lee­re sie gege­be­nen­falls häu­fi­ger aus.

Amei­sen mögen kei­ne inten­si­ven Gerü­che. Das kannst Du Dir zunut­ze machen, indem Du Lor­beer, Zimt oder Gewürz­nel­ken in Dei­nen Kom­post streust. Auch hilf­reich ist es in direk­ter Nähe des Kom­posts Thy­mi­an, Laven­del, Majo­ran oder Min­ze zu pflan­zen. Wenn Dei­ne zwei­te Kom­post­kam­mer leer ist, kannst Du auch dort zweit­wei­se ein duf­ten­des Kraut rein­stel­len (vor­sicht: wenig Licht). Wei­te­re Tipps sind: Räu­cher­stäb­chen umge­kehrt in dei­ne akti­ve Kom­post­kam­mer rein­ste­cken oder auch den Kom­pos­ter mit den Füßen (zeit­wei­se) in Was­ser stel­len. Natron und Gar­ten­kalk eig­nen sich um Amei­sen­stras­sen zu stop­pen, aber bit­te das Natron nicht direkt in den Kom­pos­ter geben (nur außer­halb des Kom­posts ver­wen­den). Je nach Beläs­ti­gungs­grad kannst Du auch Köder­fal­len aus süßem Was­ser auf­stel­len, in denen die Amei­sen dann ertrin­ken. Effek­ti­ve Mischun­gen sind Was­ser mit Honig, Zucker­was­ser mit Bier oder Sirup.

Mög­li­cher­wei­se hat sich bereits ein Amei­sen­nest in dei­nem Kom­post gebil­det?! Wenn dies der Fall ist, dann hebe es mit Hand­schu­hen raus und set­ze es mög­lichst weit ent­fernt aus. Idea­ler­wei­se lässt Du die Amei­sen in ein attrak­ti­ves neu­es Zuhau­se umzie­hen, indem Du einen grö­ße­ren Ton­topf mit Erde und Holz­wol­le füllst, den du dann umge­dreht auf das Nest setzt. Amei­sen füh­len sich in dem Mate­ri­al sehr wohl und wer­den ihr Nest dort­hin ver­le­gen. Beson­ders erfolg­reich ist die­se Stra­te­gie wenn Du die Wän­de des Ton­topfs vor­her mit Ahorn­si­rup ein­reibst. Nach ein paar Tagen kannst Du prü­fen, ob der Umzug erfolg­reich war und dann den Ton­topf mit Amei­sen dar­in umzie­hen. Dazu schiebst Du einen Tel­ler unter den Topf und setzt das neue Amei­sen­zu­hau­se an einen geeig­ne­ten Ort um.

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