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Mikroorganismen machen den Unterschied

Schon mal in einem Wurm­kom­post-Forum auf Face­book mit­ge­le­sen? Ganz schnell kommt da die Fra­ge auf, war­um ver­zeh­ren die Wür­mer eigent­lich viel weni­ger Bio­ab­fall als ange­kün­digt?! Das führt nicht sel­ten zu Frust, was sehr scha­de und häu­fig unnö­tig ist. 

Denn auf den Boden gebracht, kann in vie­len Fäl­len eine Sache ganz ein­fach wei­ter­hel­fen: füge dem Wurm­kom­pos­ter jede Men­ge Mikro­or­ga­nis­men hin­zu. Denn er braucht sie genau­so wie er die Wür­mer braucht! Für Vie­le über­ra­schend, für Ande­re selbst­ver­ständ­lich — wenn auch nicht ein­deu­tig im Netz kom­mu­ni­ziert. Ein schnel­ler Scan durchs Web lässt die Wür­mer als allei­ni­ge Herr­scher in ihrer Wurm­kis­te erschei­nen. Oh Nein! — dem ist nicht so. Und der Grund dafür ist, dass die Natur auf Arbeits­tei­lung setzt — und zwar in smar­ter Rei­hen­fol­ge. Das ist uns Men­schen doch gar nicht so unbe­kannt, oder?

Kompostwurm mit Milbe und Springschwanz. Foto von Alexandra Macnaughton
Kom­post­wurm mit Mil­be und Spring­schwanz. Foto: Alex­an­dra Macnaughton
Springschwänze, Milben und Weißwürmer (Enchyträen), Foto: hubus
Spring­schwän­ze, Mil­ben und Weiß­wür­mer (Enchyt­rä­en). Foto: hubus

Stell Dir vor, Du möch­test Wäsche waschen, und ver­gisst beim Star­ten der Maschi­ne das Wasch­pul­ver hin­zu­zu­fü­gen. Mit etwas Glück wer­den ein paar T‑Shirts sau­ber aus der Maschi­ne kom­men. Der Groß­teil wird aber fle­ckig blei­ben. Der Grund dafür? Die an für sich smart inein­an­der­grei­fen­den Pro­zes­se der Rei­ni­gung “Wäsche wird ein­ge­weicht, Wasch­mit­tel löst Fle­cken, mecha­ni­sches Schleu­dern und Spü­len besor­gen den Rest” grei­fen nicht. Ohne Wasch­mit­tel, ergo ohne Mikro­or­ga­nis­men, kann die Vor­be­rei­tung des Bio­ab­falls als Wurm­fut­ter nicht stattfinden. 

Es braucht Pil­ze, Bak­te­ri­en und Kleinst­le­be­we­sen, um die pflanz­li­chen Abfäl­le löch­rig und mat­schig zu machen. Ansons­ten hat der Wurm kei­ne Chan­ce sie auf­zu­schlür­fen und wei­ter­zu­ver­ar­bei­ten. Je nach Art des Wurm­fut­ters in der mikro­or­ga­nis­men-frei­en Kis­te, kann das eine oder ande­re Salat­blatt ver­zehrt wer­den (sau­be­re T‑Shirts), der Groß­teil ist aber für den Wurm nicht ver­wert­bar. Statt­des­sen schim­melt er nach einer Wei­le vor sich hin, obwohl die Wür­mer prin­zi­pi­ell hung­rig sind. 

Mit einem ste­ri­len, also mikro­or­ga­nis­men-frei­en Start des Wurm­kom­posts sind die Bedin­gun­gen für eine schnel­le Abfall­ver­wer­tung wirk­lich hart. Die Vor­stel­lung von „Wür­mer rein, Pap­pe rein – Wurm­kis­te läuft“ kann jetzt durch das Bild eines ste­tig wach­sen­den Öko­sys­tems mit vie­len Mikro­or­ga­nis­men ersetzt wer­den. Der Start eines Wurm­kom­pos­ters ist ver­gleich­bar mit einer klei­nen Flam­me eines Lager­feu­ers, die zu einem lodern­den Feu­er her­an­wach­sen soll. 

Feuer von Almos Bechthold auf Unsplash

Um den Fun­ken zu ent­zün­den braucht es eine Wurm­po­pu­la­ti­on, ein geeig­ne­tes Wurm­bett und eine Varia­ti­on an zer­set­zen­den Mikro­or­ga­nis­men. Idea­ler­wei­se lie­fert das Wurm­bett die benö­tig­ten Mikros mit. Ist die Flam­me in der Wurm­kis­te ent­zün­det, heißt es dem Sys­tem für die nächs­ten Wochen etwas Auf­merk­sam­keit zu schen­ken. Die Prin­zi­pi­en dabei sind: Abschir­men, was dem Öko­sys­tem-Auf­bau nicht dient. Dazu zäh­len Hit­ze, Käl­te, Knob­lauch, Zwie­bel und schwer ver­wert­ba­re Res­te von Kar­tof­feln und Kohl. Unter­stüt­zend fürs „Auf­lo­dern“ ist das Füt­tern von über­wie­gend wei­chem, schnell ver­füg­ba­rem Fut­ter, gemischt mit etwas Kaf­fee­satz oder Tee­beu­teln und Papier­schnip­seln. Letz­te­re sind v.a. eine Ener­gie­quel­le für die Kleinst­or­ga­nis­men, so dass die gan­ze Kom­post­ge­mein­schaft gemein­sam wach­sen kann.

Nun heißt es beob­ach­ten, Ver­än­de­run­gen erken­nen und dadurch dei­nen Wurm­kom­pos­ter lesen ler­nen. Wenn das Feu­er nach eini­gen Wochen lodert, wirst Du es dar­an mer­ken, dass die „gewöhn­li­che“ Abfall­men­ge schnel­ler ver­wer­tet wird als noch zuvor. Spä­tes­tens jetzt ist es Zeit mehr zu füt­tern, um die hung­ri­gen Flam­men wei­ter zu näh­ren. Das ist der Moment, in dem Du nach und nach ein gesun­des Kom­post-Öko­sys­tem an dei­ne Abfall­men­ge anpasst. Das Feu­er lodert und das Mensch-Wurm-Duo kann nun zum idea­len Team werden. 

Eins ist sicher: wenn dei­ne Wurm­kis­te ein­mal rich­tig in Gang gekom­men ist, dann ist sie ziem­lich sta­bil und wird Dir lan­ge Freu­de machen! Die Geschen­ke an dich sind viel­fach: weni­ger Abfall, kilo­wei­se Wurm­hu­mus, stär­ken­den Wurm­tee, gesun­de Pflan­zen, schmack­haf­te und nähr­stoff­rei­che Ern­te, neu­es Wis­sen und ein ver­dammt gutes Lebens­ge­fühl. Es lohnt sich! 

Und auf dem Weg zum Lager­feu­er sind Julia und ich für dich da, um dein Flämm­chen zu befeu­ern. Unse­re Mit­tel dafür sind: Mikro­or­ga­nis­men satt, bes­te Infor­ma­tio­nen für Dich in Bild, Schrift und Wort sowie ein super Sup­port durch unse­re ver­schie­de­nen Sozia­len Kanä­le. Lass dich von uns bera­ten, so dass kein müh­sa­mes Scrol­len durch Face­book-Foren mehr nötig ist. Statt­des­sen: Spe­zi­fi­scher Sup­port aus ers­ter Hand. 

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